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Wer im Jahr 2025 nach verfügbarer neuer Hardware für den TI-99/4A suchte, ist nicht immer erfolgreich... Viele hochinteressante Projekte begannen oder endeten um die Jahrtausendwende, und diejenigen die damals begannen, waren noch vor etwa 10 Jahren verfügbar, und tauchen aktuell gar nicht mehr oder nur noch sehr selten gebraucht, und dann aber zu völlig sinnfreien Preisen auf - so z.B. die NanoPEB, die CF7-Variante davon, der F18A VDP und ähnliches. Da war es eine große Überraschung, eine aktuelle Quelle für einen hochinteressanten VDP-Ersatz zu finden, nämlich den Pico9918 von Troy Schrapel aus Australien, der auch heute noch neu produziert und weiterentwickelt wird. Kurz gesagt handelt es sich um einen Raspberry Pi Pico auf Basis des Broadcom 2040 Chips, der einen TMS9918A/9929A VDP UND einen F18A vollständig in Software emuliert, und als Ersatz für den TMS9918A gedacht ist, der in mehr Homecomputern und Spielekonsolen eingesetzt wurde, als es dem normalen TI-99/4A User in der Regel bekannt sein dürfte. Mit etwas Zusatzhardware für die Videoausgabe über einen VGA-Monitor (alles auf der kleinen Platine!) kommt aus dem Pico ein auf 640x480 hochskaliertes Bild mit 60 Hz Bildwiederholrate zustande, das sich sehen lassen kann. | |||
Die Hardware | |||
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Der Pico9918 wird anstelle des TMS9918/9929 in dessen Fassung eingesetzt, und über das mitgelieferte Flachbandkabel an eine VGA-Buchse angeschlossen, die man irgendwo im Gehäuse der Konsole montieren kann - das ist alles! Wer mag, kann die DRAMs des alten VDP entfernen und so vielleicht noch ein paar Milliampere einsparen, denn natürlich nutzt der Pi sein eigenes RAM, wovon er noch dazu viel mehr hat... |
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80 Zeichen? | |||
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Klar - das geht auch, sofern man ein Programm benutzt, das das kann. Es geht auch der "klassische Forth-Screen" mit 64 Zeichen, aber dazu muss die TIPI Telnet-Implementierung einen besseren Font bereitstellen - das hier abzubilden verbot sich von selbst... Wer mehr Screenshots will, kann sich das beim TIPI Sidecar ansehen. | ![]() | ||
Die Updates | |||
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Selbstverständlich kann man den Pico per SW-Update auf den letzten Stand bringen.
Das erfolgt wie bei diesen Controllern üblich per UF2-Datei, wozu man den Pico entweder ausbauen (bis inkl. der Version 1.2), oder aber
den Boot-Button und den USB-Port auch nach dem Einbau erreichbar halten muss (ab Version 1.3) und ihn eingebaut lässt. Ob es allerdings möglich ist, einen 9935 Chip auf dem 2040 zu emulieren, ober ob man dazu einen Pico 2 auf Basis des 2350 einsetzen muss, ist aktuell noch nicht geklärt - und aufgrund der F18 Emulation ab Firmware 1.0 sowieso irgendwie irrelevant. | |||
Haben fertig? Nein... | |||
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Im Moment fehlt mir noch eine zündende Idee, wie ich den Pico IN die Konsole, und die VGA-Signale (idealerweise auch den Ton) AUS der Konsole bekomme. Das von Troy vorgeschlagene No-Cut Breakout-Board, das man separat kaufen kann, ist durch das schmale Stück Leiterplatte m.E. zu zerbrechlich, außerdem braucht keiner die DIN-Buchse, wenn der Pico drin ist, und Stereo ist des TIs Ding ja auch nicht. Plus: den USB-Port braucht man ab Hardware 1.3 ja auch draußen... Meine Vorstellung ist eher die, den DIN-Anschluss weiter zu verwendeten, allerdings nur über ein Adapterkabel, an dessen Ende eine VGA-Buchse sowie eine Cinch-Buchse zu finden sind, so daß man von außen gar nichts bemerkt. Dazu braucht es ein ca. 10cm langes 12 Pin FFC-Kabel und einen passenden Adapter mit Lötpunkten. Die bestehenden Leitungen am DIN-Stecker werden alle aufgetrennt und neu an den Adapter verkabelt, plus Audio. Das alles funktioniert auch mit PAL/SECAM-Konsolen, denn wir brauchen folgende Signale:
Aber wie das bei den US-Konsolen mit ihren 5-poligen Buchsen geht, ist mir noch nicht klar... da muss dann doch wohl Audio in die Konsole. Alles in allem: neues Projekt, denn für den USB-Port muss ja auch gesorgt werden! | |||
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Letzte Aktualisierung: 2026-01-14 CW |